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Rund 7% von Portugal als Zonen der Beschleunigung für Erneuerbare Energien

Mann und Frau besprechen erneuerbare Energieprojekte mit Windrädern und Solaranlagen im Hintergrund.

Rund 7% des portugiesischen Festlands wurden als Zonen der Beschleunigung für die Genehmigung von Projekten für erneuerbare Energien eingestuft. In diesen Gebieten sollen Verfahren schneller und stärker vereinfacht ablaufen – dabei kann unter Umständen sogar auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet werden. Für die abgegrenzten Flächen wurde bereits festgestellt, dass die Eingriffe in Natur und Umwelt geringer ausfallen, wodurch dieser zeitintensive Schritt in der Genehmigung entfallen kann. Als geeignete Standorte für die Produktion grüner Energie gelten unter anderem stillgelegte Bergwerke, Parkplätze sowie Industrieareale.

Zwei „grüne Karten“ für Solar- und Windenergie in Portugal

Der Entwurf des Sektorprogramms für die Zonen der Beschleunigung erneuerbarer Energien sieht zwei „grüne Karten“ vor: Eine weist Flächen aus, die sich für Solarkraftwerke eignen, die andere markiert Areale für die Windenergie. Bevor die öffentliche Konsultation startet, sollen die Karten den zuständigen Stellen vorgelegt werden; die Phase der öffentlichen Diskussion ist für Juni bis Juli vorgesehen.

Vorgesehene Flächen: Windenergie und Solarenergie im Vergleich

Bei Windparks konzentriert sich der Großteil der ausgewiesenen Flächen auf die Regionen Beiras und Serra da Estrela, Beira Baixa, Lezíria do Tejo sowie Médio Tejo. Insgesamt wurden hierfür etwa 37.000 Hektar identifiziert, die zwei Voraussetzungen für Beschleunigungszonen erfüllen: Es handelt sich um Areale mit mehr als 20 Hektar Fläche, die weniger als zehn Kilometer von Umspannwerken entfernt liegen (Anlagen, die den Netzanschluss mit geringeren Kosten ermöglichen).

Für Solarenergie nennt der Plan mehrere Regionen, mit Schwerpunkt an der Nord- und Zentral-Küste sowie im zentralen Landesinneren. Markiert werden mehr als 371.000 Hektar, jeweils in Einheiten von über 100 Hektar, ebenfalls in einem Umkreis von weniger als zehn Kilometern zu den Umspannwerken. Laut Maria do Rosário Partidário, Koordinatorin der Arbeitsgruppe hinter dem Vorschlag, „gibt es ausreichend Raum, um Solarenergie zu beschleunigen. Bei der Windenergie ist das nicht der Fall“.

Widerstand in der Bevölkerung

Neben einem „agilen und vorhersehbaren“ Genehmigungsprozess liegt der Schwerpunkt darauf, Anlagen auf bereits künstlich überformten und bebauten Flächen zu errichten. Gemeint sind etwa Dächer und Fassaden von Gebäuden, Verkehrsinfrastruktur samt angrenzenden Bereichen, Parkplätze, Industriegebiete, aufgegebene Bergwerke sowie Kläranlagen.

Zudem sollen großskalige Vorhaben bevorzugt werden, die auf Hybridisierung setzen (Solarenergie, Windenergie und Speicherkapazität innerhalb derselben Infrastruktur), die ausreichend weit entwickelt sind, um voranzukommen, und die vorhandene Anschlüsse an das Stromnetz nutzen.

Maria do Rosário Partidário nennt als zentrale Hürde „den Netzzugang mit hohen Anschlusskosten“. Weitere Hemmnisse seien die wirtschaftliche Rentabilität der Projekte, die öffentliche Akzeptanz sowie das Vorhandensein von Ausgleichsmaßnahmen für lokale Gemeinschaften. Obwohl 7% des Festlands grundsätzlich Potenzial für solche Projekte hätten, würde bereits die Nutzung von 1% der Fläche ausreichen, um die Ziele des Nationalen Energie- und Klimaplans 2030 zu erfüllen.

Auch Umweltministerin Maria da Graça Carvalho zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Vorschlag – nicht zuletzt, weil ein Teil der Schwierigkeiten beim Aufbau von Anlagen für grüne Energie mit „einer gewissen Ablehnung von Projekten in bestimmten Teilen des Landes zusammenhängt, was besorgniserregend ist“. Sie hofft, dass die Arbeit „bei der Versöhnung“ zwischen Investoren und Bevölkerung hilft, die solche Anlagen nicht in ihren Gemeinden, Pfarrbezirken oder Orten haben möchten. Die Ausweisung dieser Zonen belege, dass „keine Werte der Biodiversität, kulturelle Güter, Erbe oder landwirtschaftlicher Reichtum“ beeinträchtigt würden.

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Sektorprogramm
Der Entwurf des Sektorprogramms für die Zonen der Beschleunigung erneuerbarer Energien legt die Strategie fest, wie Flächen bestimmt werden, in denen Solar- und Windenergieprojekte ohne Umweltprüfung genehmigt werden können. In diesen Gebieten werde die Erzeugung erneuerbarer Energie nach Einschätzung der Forschenden keine erheblichen Umweltauswirkungen haben.

Ausschlusskriterien
Die Forschenden haben Kriterien festgelegt, mit denen bestimmte Flächen aus den grünen Karten ausgeschlossen werden – darunter Schutzgebiete des Naturschutzes, Geosites, Strände sowie Bereiche mit klassifiziertem oder zur Klassifizierung anstehendem archäologischem und kulturellem Erbe.

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