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Regulierte Stromtarife: CRE schlägt Senkung um 0,83 % vor

Zwei Personen vergleichen Stromrechnungen mit digitalem Stromzähler und Smartphone auf Küchentisch.

Eine gute Nachricht für die betroffenen Kunden, die jedoch eingeordnet werden muss.

Für Verbraucher ist dies ein positives Signal. Emmanuelle Wargon, Präsidentin der Elektrizitätsregulierungskommission CRE, schlug am Dienstag im Sender France Info vor, den regulierten Tarif, für den es in Frankreich knapp 20 Millionen Verträge gibt, um 0,83 % zu senken.

Die frühere Ministerin erklärte:

„Was wir vorschlagen, ist Stabilität. Der Rückgang ist sehr gering, aber mehr war nicht möglich. Im vergangenen Februar waren diese Tarife um 15 % gesunken und seither unverändert geblieben. Das ist eher eine gute Nachricht für die Franzosen und ihre Kaufkraft.“

Regulierte Stromtarife: geringe Entlastung für Haushalte

Die Auswirkungen dieser Entscheidung bleiben für die Haushalte dennoch sehr begrenzt. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4,5 MWh bedeutet sie eine Ersparnis von 9 Euro pro Jahr und von knapp zwei Euro monatlich.

Schlechte Nachrichten für Verbraucher

Allerdings liegen die Preise der regulierten Tarife weiterhin 20 % über dem Niveau von 2021. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären? Laut Emmanuelle Wargon:

„Eine Erklärung ist, dass ein Teil des Stroms auf der Rechnung zu einem Preis verkauft wurde, der vor fünfzehn Jahren festgelegt worden war. Dieser Transferpreis stieg von 42 Euro je Megawattstunde auf 60 Euro. Dadurch kann EDF auch seine Investitionen und die Laufzeitverlängerung bestehender Kraftwerke finanzieren.“

Diese positive Nachricht steht im Gegensatz zu den schlechten Entwicklungen, über die wir kürzlich zu Jahresbeginn berichtet hatten. Der 1. Januar markiert nämlich das Ende von ARENH, dem Mechanismus, der EDF verpflichtete, einen Teil seiner Atomstromproduktion zu einem vergünstigten Preis an alternative Anbieter zu verkaufen. Nach fünfzehn Jahren läuft diese Regelung aus – und die Verbraucher werden dafür zahlen.

ARENH-Ende und steigende Netzentgelte

Bislang wirkte ARENH als Puffer gegen Marktschwankungen. Mit seiner Abschaffung werden die Vorteile aufgehoben, die Haushalte aus sinkenden Energiepreisen hätten ziehen können.

Noch problematischer ist, dass weitere Kosten steigen dürften. TURPE, das die Netzentgelte bündelt und bereits ein Drittel der durchschnittlichen Rechnung ausmacht, soll nach oben angepasst werden. Netzbetreiber fordern umfangreiche Investitionen, um die veraltete Strominfrastruktur zu modernisieren. „Der Bedarf bei Übertragung und Verteilung ist erheblich“, bestätigte der Energieökonom Jacques Percebois.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel. Was halten Sie von diesen Tarifentwicklungen? Teilen Sie Ihre Meinung gern in den Kommentaren.

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