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Bosch auf der CES 2024: Wasserstoff als Eckpfeiler der Mobilität

Moderner weißer Elektro-SUV wird von Roboterarm in futuristischer Umgebung aufgeladen.

Bosch hatte es bereits im vergangenen Sommer angekündigt und bekräftigt die Botschaft nun auf der CES 2024: „Wir sehen Wasserstoff als einen Eckpfeiler der Mobilität der Zukunft.“

Dafür investiert der Technologiekonzern in mehrere Bereiche der Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Fertigung von Fuel Cells (Brennstoffzellen) bis zur Entwicklung und Produktion von Komponenten für Wasserstoff-Verbrennungsmotoren.

Bei den Fuel Cells hat die Produktion in Stuttgart bereits begonnen. Laut Bosch sind schon erste Aufträge von mehreren europäischen, chinesischen und nordamerikanischen Lkw-Herstellern eingegangen.

Wasserstoff-Verbrennungsmotor von Bosch kommt noch 2024

Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Bosch verweist als einen Vorteil dieser Lösung darauf, dass Wasserstoff-Verbrennungsmotoren den Großteil ihrer Bauteile mit bestehenden Dieselmotoren gemeinsam haben. Der Umstieg sei deshalb technisch deutlich weniger anspruchsvoll als die Umstellung auf einen elektrischen Antriebsstrang – unabhängig davon, ob dieser auf einer Batterie oder einer Fuel Cell basiert.

Zudem ist der Motor „bei Betankung mit grünem Wasserstoff (der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird) praktisch CO2-neutral“, erklärt Bosch in einer Mitteilung.

„Wenn wir in das Segment der sehr schweren Fahrzeuge einsteigen, wird das nicht allein mit Elektrifizierung möglich sein. Wir werden einen Antriebsstrang benötigen, der dieselbe Flexibilität wie ein Diesel- oder Benzinmotor gewährleistet.“

  • Paul Thomas, Präsident von Bosch Mobility Americas

Die Investitionen von Bosch in diese Technologie – insgesamt 2,5 Milliarden Euro – kommen zu einem besonders passenden Zeitpunkt, da die Wasserstoff-Investitionen weltweit deutlich zunehmen. In den USA wurden beispielsweise sieben Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro) für den Aufbau regionaler Wasserstoff-Produktionsanlagen bereitgestellt.

Was zeigt Bosch noch auf der CES 2024?

Die Neuheiten von Bosch auf der diesjährigen CES (Consumer Electronics Show) beschränken sich nicht auf Wasserstoff zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs. Auch autonome Fahrsysteme und Digitalisierung stehen im Mittelpunkt.

Auf der CES 2024 präsentiert das Unternehmen eine Technologie für automatisiertes Parken ohne jeglichen menschlichen Eingriff. Sie wird derzeit von Cariad, der Software-Sparte von Volkswagen, auf dem Mitarbeiterparkplatz in Ingolstadt erprobt.

Automatisches Laden und Parken für Elektrofahrzeuge

Im Kern „führt“ diese Technik ein elektrisches und autonomes Fahrzeug auf einem entsprechend ausgestatteten Parkplatz zu einem Stellplatz mit Ladepunkt. Anschließend öffnet ein Roboter die Ladeklappe des Fahrzeugs und steckt das Kabel ein.

Sobald die Batterie geladen ist, wird das Kabel entfernt. Das Fahrzeug sucht anschließend selbstständig einen anderen, gewöhnlichen Stellplatz ohne Ladepunkt auf.

Nach dem Aufladen der Batterie zieht das System das Kabel ab, und das Fahrzeug fährt autonom von diesem Stellplatz zu einem anderen Platz ohne Ladepunkt.

Indem ein Stellplatz mit Ladepunkt für das nächste Fahrzeug freigegeben wird, könnte diese Technologie laut Bosch Fahrern, die ihr Fahrzeug laden möchten, viel Zeit sparen.

Darüber hinaus hat Bosch einen neuen Chip entwickelt, der die Funktionen von Infotainment und Fahrerassistenzsystemen (ADAS) gleichzeitig vereinen kann. Durch die Reduzierung von zwei auf einen Chip sollen schnellere Reaktionszeiten, ein geringerer Energieverbrauch, weniger benötigter Bauraum und eine reduzierte Verkabelung möglich werden.

Nicht zuletzt arbeitet Bosch im Bereich Konnektivität auf mehreren Ebenen mit Amazon Web Services zusammen. Dazu zählt auch die Entwicklung einer vernetzten Kaffeemaschine. Das Ziel? Man stelle sich vor, den Sprachassistenten im Auto um einen Kaffee zu bitten, der genau dann fertig ist, wenn man zu Hause ankommt. Willkommen in der Zukunft.

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